Zuschauer, Stadien und Eintrittskarten
Ein bedeutendes Fußball-Event wie beispielsweise die Fußball-Europameisterschaft verlangt nach einer atemberaubenden Kulisse sowie großartigen Schauplätzen. So wurden im Vorfeld der UEFA EURO 2008 jene Stadien, in welchen die einzelnen Spiele vom 7. bis 29 Juni 2008 stattfanden, für eine Summe von rund 900 Millionen Euro umgebaut, saniert, erweitert, ausgebaut oder völlig neu errichtet. Insgesamt fanden die 31 Endrundenspiele in acht unterschiedlichen Stadien Österreichs und der Schweiz statt – wir sprechen hierbei von Endrundenspielen, die von rund 1,14 Millionen Zuschauern verfolgt wurden. Sämtliche Spiele waren bist auf den letzten Platz ausverkauft.
870.100 Eintrittskarten, d.h. 77 Prozent, standen zum öffentlichen Verkauf zur Verfügung. Die restlichen rund 259.900 Karten waren für Sponsoren, Vertreter der 52 UEFA Mitgliedsverbände, Medien, die UEFA und das Hospitality-Programm bestimmt. Von diesen soeben erwähnten 259.900 Tickets wurden in etwa 169.500 an offizielle Werbepartner der UEFA EURO 2008 ausgegeben. Von jenen Eintrittskarten, die in die Phase des öffentlichen Verkaufs gelangten, wurden rund 418.000 Stück bereits Ende April 2007 unter allen sich beworbenen Interessenten verlost. Die Bewerbungen erfolgten über die offizielle Internetseite der UEFA EURO 2008.
Was die Preise der Eintrittskarten betrifft, so sei hierbei festgehalten, dass die regulären Preise für die günstigsten Tickets bei 45 Euro lagen. Dieser Preis galt für einen Besuch eines Vorrundenspiels auf einem Platz der niedrigsten Preiskategorie. Die günstigsten Preise für eine Endspielkarte betrugen 160 Euro, die teuersten Plätze schlugen mit 550 Euro zu Buche. Hierbei sei weiters angemerkt, dass die UEFA den Weiterverkauf der Eintrittskarten, z.B. durch personalisierte Tickets, unterbinden wollte. Trotz allem jedoch betrugen die Schwarzmarktpreise der Karten für die Fußball-Europameisterschaft 2008 ein Vielfaches der regulären Ticketpreise.
Besonders beliebt war das sogenannte Public Viewing. Dabei handelte es sich um öffentliche Fanmeilen, im Rahmen dieser sämtliche Spiele auf einer Großleinwand verfolgt werden konnten. In der Schweiz errichtete man als zusätzliche Fanmeilen in insgesamt 16 Städten, nämlich in Aarau, Biel/Bienne, Buchs SG, Chur, Glarus, Kreuzlingen, La Chaux-de-Fonds, Lausanne, Locarno, Lugano, Nyon, Sitten, Solothurn, St. Gallen, Thun und Zug, sogenannte UBS-Arenen. Darüber hinaus wurde in Liestal unter dem Namen „9. Stadion“ ein zusätzliches, aber als provisorisch geltendes, Stadion aufgebaut. Das 9. Stadion verfügte über 8.000 Sitzplätze sowie viele weitere Stehplätze. Außerdem hatten die Fans die Möglichkeit, dort zu überachten.