Organisation und Umfeld
Die Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2008 war ein voller Erfolg, obwohl die beiden Gastgeberländer Österreich und die Schweiz bereits früh aus dem Turnier ausgeschieden sind. Der Euphorie der Fans tat dies jedoch keinen Abbruch und es tummelten sich bis zu 6 Millionen sportbegeisterter Menschen in dieser Zeit in den großen Stadien und Fanmeilen, um gemeinsam zu feiern.
Schon früh wurden Österreich und die Schweiz als potentielle Gastgeberländer für die UEFA EURO 2008 gehandelt und erhielten mit 9 von insgesamt 12 Stimmen schließlich den Zuschlag vor anderen großen Nationen. Hauptverantwortlich für die gesamte Organisation des internationalen Sportereignisses war die Tochtergesellschaft der UEFA, die UEFA SA unter der Leitung von Martin Kallen, die ihren Sitz in Nyon am Genfer See hat. Sowohl Österreich als auch die Schweiz hatten Turnierdirektoren, die für sämtliche organisatorische Angelegenheiten verantwortlich waren. Zwei Turnierbüros in Bern und Wien kümmerten sich um notwendige Mitarbeiter und freiwillige Helfer, die in dieser Zeit mehr als notwendig waren. Insgesamt wurden 170 feste Mitarbeiter für das Turnier angestellt, die sich unter anderem um die Kooperation mit den verschiedenen Teilnehmerländern und Regierungen kümmern, für Sicherheit und erstklassige Infrastruktur sorgen, die Betreuung und Unterbringung der Mannschaften organisieren und zahlreiche freiwillige Helfer mit nicht weniger wichtigen Aufgaben vertraut machen mussten. In den acht verschiedenen Austragungsorten arbeiteten während der Europameisterschaft schließlich über 5000 Menschen, was den beiden Ländern auch noch lange nach dem Finale großes Lob und positive Kritik brachte.
Das Turnier im Jahre 2008 stand unter dem Motto “Erlebe Emotionen, zwei Länder ein Turnier!”, was sich im Laufe der Europameisterschaft auch wahrlich abzeichnete. Ähnlich wie im Jahre 2006 gab es riesige Fanmeilen und Plätze, auf denen das Public Viewing angeboten wurde. Millionen Menschen feierten in bunten Fußballtrikots gemeinsam in den Straßen und zelebrierten jedes Tor ihrer favorisierten Mannschaft.
Wie auch das Logo der EM 2008 und die Maskottchen Trix und Flix, waren die Fußballtrikots der Gastgeberländer rot und weiß. Sie wurden relativ schlicht gehalten, hatten ein Wappen bzw. Verbandslogo auf der Brust und wirkten nicht verspielt. Bereits vor Beginn des Turniers gab es heftige Kritik von vielen Seiten was die Gestaltung des schweizerischen Fußballtrikots anging. Man entschied sich dafür, das weiße Kreuz durch ein Verbandslogo zu ersetzen, was viele Schweizer verärgerte. Grund dafür war angeblich der Sponsor, der sein Logo im Vordergrund verlangte. Das schweizerische und österreichische Fußballtrikot verkauften sich in dieser Zeit jedoch sehr häufig und waren ein tolles Andenken an die spannende Fußball-EM, die übrigens Spanien gewann.